Begegnung
- asteuten
- 27. Nov. 2022
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 30. Nov. 2022

Warum versuchen wir so oft überlegen zu sein? Gibt es irgendwas zu gewinnen, wenn wir besser, schneller oder schlauer sind? Sind wir durch Anerkennung ein besserer Mensch? Glauben wir, am Ende des Lebens dort zu stehen und sagen zu können: Ich hab's mehr durchblickt als ihr?
Ich frage mich, warum Erwachsene untereinander so hart mit sich sind. Mit Kindern gehen wir anders um. Wenn ich mit einem Kind spiele und ihm zuhöre, tue ich das nicht, um mich überlegen zu fühlen. Im Gegenteil. Ich begrenze mich, um dem Kind zu begegnen. Um die Beziehung zu ermöglichen, auch wenn ich vielleicht mehr weiß und stärker bin. Als der Liebe zu dem Kind heraus, lasse ich es sogar gewinnen. Oder ich suche das Kind beim Verstecken spielen, obwohl es mit verdeckten Augen mitten im Raum steht.
Es geht nicht um gewinnen oder verlieren, sondern um Liebe und Beziehung.
Wir, Erwachsene, könnten uns auch so begegnen. Wir könnten einander mitbekommen, statt zu analysieren, wer recht hat und den richtigen Weg geht. Wir könnten erkennen, dass es nicht den EINEN Weg gibt und einander in unserem ganz eigenen, individuellen Weg achten. Wie wäre es, wenn wir miteinander umgehen wie Kinder? Wenn wir einander gewinnen lassen, uns freuen, wenn der Andere besser ist. Einfach um uns zu erfreuen, und zu erkennen, dass die Freude im Leben nicht vom Gewinn abhängt, nicht vom besser sein. Sondern vom Miteinander sein.
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